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Halle A

Messehalle NEU

Um den wachsenden Anforderungen einer modernen Veranstaltungsinfrastruktur gerecht zu werden, sowie insbesondere Fach- und Publikumsmessen zeitgemäß abwickeln zu können wird die „Messehalle Neu“ errichtet. Mit dem Neubau der Halle wird ein weiterer Schritt in Richtung qualitativer Aufwertung des multifunktionalen Kommunikationszentrums Messe Congress Graz gesetzt.

Im Zuge eines europaweit durchgeführten Architektenwettbewerbes wurde das eingereichte Projekt der Architekten Riegler/Riewe als Gewinner definiert.

Das Projekt umfasst den Neubau einer 2-geschossigen Messehalle, sowie damit verbundener Foyerbauten mit modernster Service-Infrastruktur für unsere Besucher (wie Gastronomie etc.). Die äußere Fassadenkonstruktion besteht aus Nirosta Streckmetallelementen.

Die bestehende Holzhalle 11 (jetzt Halle B) wird in Teilen demontiert, vier der sechs Hauptträger bleiben erhalten und werden entsprechend den Auflagen des Bundesdenkmalamtes im Anschluss an das Foyer Ost wieder errichtet. Dadurch entsteht ein überdachter Freibereich. Eine Tiefgarage für 214 Abstellplätze ist unter der neuen Messehalle situiert.

Städtebaulicher Aspekt

Das Areal der Grazer Messe liegt in einer Übergangszone zwischen dichtem, städtischem Wohngebiet und aufgelockerter, zum Teil mit gewerblicher Nutzung durchsetzter, niedrigerer Bebauung Richtung Süden. Mit dem Bau der Stadthalle, die 2002 eröffnet wurde und deren signifikantes Dach weit in den Straßenraum hineinragt, wurde ein zeichenhaftes, identitätsstiftendes Gebäude errichtet, das einen wichtigen Platz im städtischen Kontext einnimmt. Um seine markante Eigenständigkeit und seine Sichtbarkeit von Süden her nicht zu unterlaufen, wurde die neue Halle A nicht parallel, sondern in spitzem Winkel herausgedreht, neben der Stadthalle platziert. Aus der zueinander verdrehten Stellung der einzelnen Gebäude ergibt sich nicht nur eine atmosphärisch vielfältige städtebauliche Situation, sondern auch die Möglichkeit großzügiger Zufahrts-, Verlade- und Freiflächen am Gelände. Im Inneren der zweigeschossigen Halle begegnet man einem bei Riegler Riewe immer wiederkehrenden Thema: der räumlichen Schichtung von Funktionsstrukturen entlang einer Längsachse. Hier sind es den jeweiligen Foyers zugeordnete dichte Infrastrukturstreifen, die passiert werden müssen, ehe man die völlig offen gehaltene Halle betritt. Zusätzlich taucht ein Element auf, das den Übergang zwischen außen und innen noch einmal aufgreift: die Halle verfügt über eine doppelte Fassade, in deren Zwischenraum die erforderlichen Fluchtstiegen und Lifte untergebracht sind. Während die inneren, tragenden Wände aus Stahlbeton ausgeführt werden, bestehen die äußeren Fassaden aus vorgehängten Streckmetallelementen. Dadurch erhält die Halle eine matt schimmernde, silberne Hülle, die sich in ihrer monochromen Homogenität deutlich von der Fassade der Stadthalle unterscheidet und bei Bedarf als Projektionsfläche verwendet werden kann.

Quelle: Riegler Riewe Architekten Zt-Gesellschaft.m.b.h
 

Produkt trifft Zielgruppe.

Größer, höher, weiter. Die 2-geschossige Halle A setzt neue Maßstäbe in Sachen Fach- und Publikumsmessen. Sie eröffnet dem Veranstalter auf einer Ausstellungsfläche von 13.500m2 völlig neue Dimensionen und lässt Großveranstaltungen zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Auch für genügend Abstellflächen ist gesorgt - unter der Halle A befindet siche eine eigene Tiefgarage mit 214 Parkplätzen.

Neue Dimensionen.

Pro Geschoss bietet die vom Architekten-Team Riegler/Riewe geplante Halle A 6.750m2 Ausstellungsfläche, die über 8 Rolltreppen, 4 Lasten- und Personenlifte erreicht werden kann, Damit verfügt der innovative Bau über eine moderne und zeitgemäße Infrastruktur, die sich vor allem für Messen und Ausstellungen hervorragend eignet. Hinter der modernen Edelstahl Glasfassade der Halle A verbirgt sich ein flexibles Messe- und Veranstaltungsareal. Die Maße der Halle A betragen 205x74m.

Daten und Fakten

Maße: 200m x 75m
Ausstellungsfläche: 13.500m²
Bauphase: 2006 - 2008
Nutzungsbeginn: Herbst 2008
Projektleitung: Messe Congress Graz
Projektsteuerung: Hans Lechner, Ziviltechniker Gmbh, Wien
Generalplaner: Riegler/Riewe ZT-Gesellschaft m.b.H., Graz 

Freiraumplanung

Ausgangspunkt für die Codierung der Vorfeldflächen der Messe Graz an der Conrad von Hötzendorfstraße sowie entlang der Fröhlichgasse war die Intention, die möglichen Mehrfachfunktionen der frei gespielten platzartigen Freiflächen in geeigneter Form zu visualisieren, deren räumliche Eigenständigkeit als städtischen Freiraum zu betonen sowie deren räumliches Kontinuum durch eine einheitliche raumverbindende Oberflächentypologie zu unterstreichen.

Um die Nutzungsoffenheit der platzartigen Vorfeldflächen (städtischer Platzbereich, Veranstaltungsfreiraum, Spiel- und Bewegungsfläche, temporäre Ladezone und Zufahrtsbereich usw.) in geeigneter Form optisch-visuell zu unterstreichen, wurde eine bewusst mehrdeutige Form der Oberflächen-Codierung gesucht.

Zumal sich auch der Maler Piet Mondrian (1872 – 1944) als Vertreter der niederländischen Konstruktivisten Zeit seines Lebens mit dem Thema der geometrischen Flächencodierung, beschränkt allerdings auf die Projektionsebene des Bildes, beschäftigte, war es nahe liegend, hier Anleihen zu suchen.

Ausgangspunkt für die Entwicklung der Oberflächentexturierung im Vorfeld der Messe Graz waren die Piet Mondrian´s „Composition with Red, Yellow, Blue“ zugrunde liegenden Proportionsverhältnisse, die in einen seriellen Flächenraster umgelegt und an die Maßstäblichkeit des konkreten Ortes angepasst wurden sowie – ausgehend von der markanten Front der Stadthalle – eine klare Ausrichtung erfuhren.
Das entstandene Platzbild unterstreicht den Paradigmenwechsel von einem monofunktionalen Verkehrsraum in einen multifunktionalen Platzraum. 

Quelle: Dipl.Ing. Thomas Proksch

  • halle A2




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